Essenz

Die Essenz

Damit ein Gebäude nicht nur ein hohler Raum ist, sondern ein lebendiger und dienlicher Ort, ist es notwendig, dass jedes Haus belebt und beseelt ist. Die Menschen und ihre Art miteinander umzugehen und die Kultur in der sich Menschen begegnen, in der sie reifen, heilen, verantwortungsbewusst, friedvoll und vorbildhaft werden, zeigt welcher Geist an einem Ort herrscht und ist somit Indikator für die Lebensqualität an diesem Platz.

 Um Orte des Friedens, der Selbstständigkeit, der Heilung, Befreiung und Entfaltung zu schaffen, bedarf es einer soliden gemeinsamen Basis, eines hohen, gemeinsamen Zieles, einiges an Zeit und einer Anagogik, die all die Aspekte in, um und zwischen den Menschen pflegt, die eben nötig sind, damit nach und nach behutsam und sanft, beharrlich und bestimmt aus einem Samenkorn eine blühende Rose und irgendwann ein vielfältiger blühender Rosengarten werden kann.

Was ist Anagogik im Kern?

„Liebt Gott über alles und euren nächsten wie euch selbst“

Als Anagogik bezeichnen wir unsere sogenannte Software, unsere Haltung und Gesinnung, in der wir, berufen durch Christus, einen geistigen und physischen Raum bereiten, indem durch aktive Arbeit an uns selbst, sowie lebendiger Vorbildwirkung und gezieltem Coaching, gesunde Beziehungs- und Versorgungsstrukturen zwischen Menschen wachsen und gedeihen können, in denen sich Menschen aller Generationen, sozialer und kultureller Schichten zuneigen lernen und sich gegenseitig, in lebendigen Gruppen und Gemeinschaften befruchten, voneinander lernen, miteinander arbeiten, füreinander leben und gemeinsam beten und dadurch Christus nachfolgen und Gott immer ähnlicher werden.

„Suche zuerst das Reich Gottes in dir, alles andere wird dir ohne Mühe hinzugegeben“

…ist der wahre Dienst an der Schöpfung. Die Ausrichtung am Guten und an dem, was der Schöpfung am dienlichsten ist, ist unsere Pflicht. Wenn wir uns die Frage stellen: „Was dient der Schöpfung im Moment am allermeisten?“, werden wir die richtigen Antworten erhalten. Dieser Stimme in uns zu gehorchen und nach ihr zu handeln, wird das Allerbeste für die Schöpfung und somit auch für uns hervorbringen. Dieser Dienst ist die Essenz unseres Daseins.

„Versuchen seinen Nächsten Gott näher zu bringen, als man selbst ist“

Der Anagoge ist ein ganzheitlicher, am Guten und am Gewissen ausgerichteter Wegbegleiter und Wegbereiter, der sich, trotz seiner Erfahrung und Vorbildrolle, in der Beziehung zu Kindern, Erwachsenen und Ältesten, selbst als Lernender versteht und durch seine eigene Beziehung zu Gott, Entwicklung und Veränderung auf allen Ebenen in, durch und um sich, besonders auch für sein Gegenüber, ermöglichen und bewirken kann.

Es ist der innere Ruf eines Menschen, an sich zu arbeiten und für andere Menschen und Gruppen von Menschen da sein und einstehen zu wollen, sie zu unterstützen, ihnen beizustehen und zu helfen, auf ihren persönlichen und unpersönlichen Wegen angemessen voranzukommen.

„Alles zu SEINER Zeit“, heißt es. Sich, anderen Menschen und den Dingen die Zeit geben, die es eben braucht, damit das was entstehen soll, natürlich und kräftig wachsen und gedeihen kann. In sich ruhen, Gott wirken lassen und dadurch erst, auch für sein Umfeld, ein entspanntes Feld des Friedens und der Gelassenheit schaffen, aus dem Menschen Schöpferkraft, weise und mit Muße, nach Gottes Willen, in Formen gießen können.

Den Menschen als Ganzes (Körper, Seele, Geist und Umfeld) betrachten. Mit anderen Menschen Einheit üben. Vergebung als Weg des Friedens, der Liebe, des Mitgefühls und der Heilung. Sich der Wirkung von negativen Energien und Wesen, sowie deren Ursachen bewusstwerden, sie erkennen und auflösen und dadurch Heilung für Körper, Seele und das Lebensumfeld bewirken. Rundum heil, kraftvoll und gesund sein.

Freiwillig, mit Freude und im Sinne von Jesus Christus das Spiel, ein guter, reifer und tugendhafter Mensch, als Diener der Schöpfung, sein zu wollen, spielen. Nach höherem Gut streben und sich dabei alles betrachten und das Gute behalten.

„Wir werden an unseren Früchten erkannt“.

Einen Weg, der in die Selbstständigkeit nach Gottes Willen führt, geleitet, durch ein geschultes Gewissen, beflügelt und bestärkt, durch edle und innwendige Fähigkeiten, Tugenden und Kenntnisse, wollen wir gehen, vorleben und weitergeben. Sich führen lassen, sowie Gottes Führung weiterleiten, seine Liebe weitergeben.

„Mein Leben ist meine Lehre“, sagte Gandhi – Die Spiegel des Lebens erkennen und selbst die Veränderung sein, die wir uns wünschen. Liebevoll und bestimmt, sanft und klar vorangehen und Vorbild und Segen sein für all die Menschen und Schöpfung um uns.

„Denn wir ernten, was wir säen“.

Räume, Strukturen und Rituale schaffen, in denen Körper Geist und Seele angemessen gestärkt, genährt und gepflegt werden, sodass Fülle und Freiheit auf allen Ebenen in, durch und um uns Menschen entstehen kann.

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Was Anagogik bedeuted...

Das Wort Anagogik setzt sich aus den beiden Begriffen „An“ und „Agogik“ zusammen und bedeutet übersetzt so viel wie, ganzheitliche Hin(auf)führung von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Ältesten zu Gott.

Das Wörtchen „An“ beschreibt hierbei den Teil des allumfassenden hin(auf)führens zu Gott. In der göttlichen Hierarchie beruht alles darauf, dass, wie auf einer „Himmelstreppe“ jedem Wesen von einem „höheren“ Wesen auf die nächste Entwicklungsstufe geholfen wird und jedes Wesen einem anderen Wesen hilft, auf die nächste Entwicklungsstufe zu gelangen. Es ist ein ständiges, harmonisches Geben und Nehmen und dadurch gemeinsames Wachsen. Dadurch werden alle Geschöpfe, körperlicher und geistiger Natur, Gott immer ähnlicher. Wir versuchen, in unserer Anagogik, das Prinzip dieser geistigen Gesetzmäßigkeit zu nutzen und zu leben.

Das Wort „Agogik“ bedeutet ganzheitliches Führen und Begleiten von Menschen allen Alters, sowie aller sozialen und kulturellen Schichten, gerade auch jenen Menschen in schwierigen Lebenslagen, sowie sie in allen das menschliche Leben betreffenden Bereichen zu beraten und ihnen beizustehen.  Agogik lässt sich zum allgemeinen Verständnis, in die drei Unterkategorien Pädagogik, Andragogik und Gerontagogik gliedern.

Das Führen und Begleiten von Kinder und Jugendlichen, durch  ganzheitlichen und am Leben orientierten Unterricht, sowie das aktive Vorleben aller wichtigen Lebensaspekte, die für den Menschen von Morgen, unter der Berücksichtigung seiner individuellen Talente und Begabungen, sowie des Gemeinwohls und den Bedürfnissen unserer Welt von Morgen, wesentlich sind.

Herzensbildung und Gewissensschulung als zwei essenzielle Grundelemente zukünftiger Generationen. 

Erwachsenenbildung und die Arbeit an sich selbst, als Schlüssel für ein gutes, gelingendes und erfolgreiches Leben. Das eigene Arbeits- und Lebensumfeld verändern lernen und sich entscheiden dem Leben bewusst eine neue Richtung geben zu wollen. Selbstverantwortung und Selbstständigkeit lernen und leben. Egal aus welchem Kontext Menschen kommen, egal mit welchen Umständen sie zu kämpfen haben, es gibt einen Weg der Heilung, der Vergebung und der Erlösung. Anständig versorgt sein, gesunde Beziehungen leben, geistige-, sowie soziale Reife erlangen und sein Leben und Umfeld aktiv und positiv gestalten, ist jedem Menschen möglich.

Gebt den Ältesten ihre Ehre und Würde zurück! Älteste, übernehmt eure Rolle und Verantwortung der weisen Ratgeber für unsere Gesellschaft! Es gehört schon eine ordentliche Portion guter Wille, Beziehungsfähigkeit und Wohlwollen dazu, wenn die Großväter und Großmütter der Erfahrung und Weisheit auf die Kinder dieser und zukünftiger Zeiten treffen. Sich dann nicht gegenseitig an den Pranger zu stellen und aus Frust getrennte Wege zu gehen fällt oft schwer. Durch geistige Arbeit können wir die unterschiedlichen Früchte, welche beide Seiten tragen, ernten und sinnvoll zusammen nutzen. Hilfe annehmen, versorgt werden, den „Jungen“ Arbeit und Verantwortung zutrauen und zumuten, sowie seinen persönlichen Betrag für das Gemeinwohl, als geistige Ratgeber zu leisten, wie es nur Älteste in Familien, Gemeinschaften und der Gesellschaft tun können, ist das Recht und die Pflicht der Ältesten. Das will geübt, gelernt und gelebt sein.